EXAKT-Trenn-Dünnschliff-Technologie |
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Die EXAKT-Trenn-Dünnschliff-Technologie ist eine Methode zur Herstellung von Dünnschliffen unter 10 µm von nicht schneidbaren Materialien. Sie wurde von Professor Dr.Dr.Dr. Karl Donath (Inst. für Pathologie der Universität Hamburg), zusammen mit der Firma EXAKT Apparatebau (Nordersted bei Hamburg), vor allem für die histologische Diagnostik entwickelt. Zunächst stand die Beurteilung von unschneidbarem Gewebe, wie zahntragende Kieferabschnitte mit Füllungen, Kronen und Brücken, dicke Corticalis implantattragende (Metalle oder Keramik) Kiefer- oder Röhrenknochen oder auch spröde hypermineralisierte Knochenteile, im Vordergrund. Mit der Zeit kamen immer mehr Anwendungsgebiete dazu, die Geräte haben sich sowohl in der Medizin, als auch in der Werkstoffkunde zur Probenherstellung und -vorbereitung bestens bewährt. Eine Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte finden Sie unter: Knochenschliff Präparationsschritte.
Folgende Geräte bilden ein abgerundetes System:
1.1 Rotations-Trennschleifsystem
Es kann ausgestattet werden mit einem Rotationstrennwerkzeug zum Trennen oder mit einem Formschleifwerkzeug zum präzisen Formschleifen kleiner Proben. Wird die Contact Point Technologie in Verbindung mit dem Rotationstrennschleifsystem verwendet, ergeben sich gravierende Vorteile. Durch die reduzierte Krafteinwirkung (CP) wird die Probe weniger beansprucht und die Oberflächenqualität verbessert sich außerordentlich (speziell bei Metall) im Gegensatz zu herkömmlichen Trennmethoden. Es ergeben sich nur wenige oder sogar keine metallographischen Veränderungen in der Probe.
Die Geräte sind ähnlich aufgebaut wie eine Bandsäge, allerdings gibt es kein Sägeband, sondern das Trennband ist an der Stirnseite mit einer Diamantkörnung einschichtig beschichtet. Das Trenngut wir also nicht durchsägt, sondern durchgeschliffen. Durch die besondere Konstruktion wird die Probe mit der minimalst-möglichen Kraft, bei der noch eine Spanabhebung erfolgt, gegen das Trennband gedrückt. Der Trennvorgang erfolgt also kraftgesteuert statt weggesteuert. Wird das Trenngut zusätzlich in eine Rotationsbewegung gebracht (hin und her gedreht) so ergibt sich der äusserst wünschenswerte Contact-Point Effekt.
Zur Herstellung von Dünnschliffen mit planparallelen, hochwertigen Oberflächen. Die Vorteile der E 400CS, höchste Planparallelität und hervorragende Oberflächengüte sind unter anderem die Vorraussetzung zur Herstellung eines Dünnschliffes. Probendicken im Bereich von 20 µm sind ohne weiteres zu erzielen. Die Abweichung der Probendicke nach dem Schliff, liegt bei einer Genauigkeit von ca. +/- 1,5 µm. Hierzu verwenden wir spezielle Schleifpapiere und Schleiffilme. Das E 400 CS Tellerschleifgerät in Grundausstattung ist so konfiguriert, dass es beim Erreichen eines vorgegebenen Sollwertes automatisch abschaltet. Ausgestattet mit dem Steuergerät AW110 lässt sich der Schleifprozess transparent verfolgen und somit die erforderliche Schleifkraft auf ein Minimum begrenzen. Speziell bei der Bearbeitung von Multimaterialen, wie hart und weich Kombinationen ist die minimalste Schleifkraft ein Muss, um plane Oberflächen zu erzielen.
Klebevorrichtung zur planparalelen Aufblockung Für histologische Proben und für andere Anwendungen, die einen Dünnschliff (10 - 25 µm) erfordern, ist es unabdingbar, während der gesamten Probenbearbeitung planparallel zu arbeiten. Die EXAKT 401 Vakuumklebepresse wurde entwickelt, um planparallel Proben auf Objektträger aufzubringen, ohne vorher die Oberfläche schleifen zu müssen. Die Vakuumklebepresse arbeitet beispielsweise in Verbindung mit Technovit 4000 Kleber.
Zur weiteren Optimierung des Trenn-Dünnschliff-Verfahrens wurde in Zusammenarbeit mit Heraeus Kulzer ein Kleber (Technovit 7210) entwickelt, der optisch klar ist, eine parallele Klebeschicht ermöglicht und erst unter Einwirkung von Blaulicht aushärtet. Der transparente Auflageblock der Präzisionsklebepresse ermöglicht dem Entwickler und dem Techniker, die Verteilung des Klebers zu beobachten und eventuelle Lufteinschlüsse sofort zu erkennen. Erforderliche Korrekturen können vor der Polymerisation problemlos durchgeführt werden. Die Nutzung der Präzisionsklebepresse ermöglicht dem Entwickler und dem Techniker, einwandfreie, gleichmässig dicke Klebeschichten zu erzeugen.
Das EXAKT 520 Lichtpolymerisationsgerät wird verwendet zum Einbetten medizinischer und industrieller Proben in Kunststoffe. Merkmale: Minimale thermische Beeinflussung der Probe Stabile Polymerisation mit einem hohen Aushärtungsgrad Minimale Blasen- und Rissbildung Wiederverwendbare Einbettmulden Wasserkühlungsmöglichkeit
Dieses System wurde zum Entwässern und zur Infiltration von Proben mit Kunststoffen (zum Beispiel Technovit 7200) entwickelt, zur Anwendung in der medizinischen und der Biomaterialforschung. Das E 510 ist zugeschnitten auf Anwender mit kleiner Probenzahl, aber hohen Qualitätsansprüchen. Wesentlich für die Diffusionsvorgänge ist die Änderung der Medienkonzentration an der Gewebeoberfläche. Das heisst, die aus dem Gewebe austretende Flüssigkeit verbleibt nicht an der Oberfläche, sondern wird durch permanente Agitation fortgespült. Bei einem Entwässerungs- und Infiltrationsprogramm von 12 Tagen (Standard) bietet das E 510 mit seinen sechs lichtdichten Behältern die Möglichkeit, alle zwei Tage einen weiteren Schritt mit steigender Alkoholreihe durchzuführen. Im Routinebetrieb kann nach 12 Tagen zum erstenmal ein Behälter mit den fertig präparierten Proben entnommen werden und kontinuierlich alle zwei Tage neue Proben eingesetzt werden. Proben mit Knochenzement auf GMA Basis können unter Vakuum entwässert werden.
Knochenschliff Präparationsschritte
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